Die Bengal Katze: der Mini-Leopard fürs Wohnzimmer – alles über Charakter, Haltung und Pflege

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Die Bengalkatze ist eine einmalige Katzenrasse. Schließlich ist sie ein süßer “Haustiger”.
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Bengalkatze wie ein Leopard schleicht

Was sind Bengalen? Das Rasseportrait

Die Bengalkatze heißt auf Englisch ‚Bengal’ oder ‚Bengal cat’, eine ältere deutsche Bezeichnung ist Leopardette. Und wie ein kleiner Leopard kann sie tatsächlich aussehen.

Steckbrief Bengal Katze

bengal-katze steckbrief
Bengal Katze Steckbrief

einmalige Katzenrasse

Steckbrief
Rasse
Bengalkatze, auch Bengal oder Leopardette
Herkunft
USA
Körperbau
schlank, muskulös, schwarze Ballen, mittelgroß bis groß, bis 40 Zentimeter Schulterhöhe und 110 Zentimeter Kopf-Schwanz-Länge
Augen
groß, oval; schwarzer, von den Augenwinkeln ausgehender „Lidstrich“
Kopfform
klein und rundlich, Ohren weit auseinanderstehend und nach vorn geneigt
Gewicht
3 bis 4 Kilogramm, Kater 5 bis 8 Kilogramm
Fell & Farbe
kurzes bis mittellanges, dichtes Fell mit seidenweicher Textur; variable Grundfarben wie Braun, Golden, Silbern, Orange oder Blau mit der typischen Punkt- oder Marmorzeichnung
Fellpflege
wenig Aufwand, wöchentliches Bürsten empfehlenswert
Charakter
temperamentvoll, verspielt, freundlich, verschmust, intelligent, lernwillig
Besonderheiten
liebt Wasser
Lebensdauer
bis zu 15 Jahre
Aktiv
⭐⭐⭐⭐⭐
Verspielt
⭐⭐⭐⭐⭐
Unabhängig
⭐⭐
Miaut
⭐⭐⭐⭐
Haaren
⭐⭐

Das Äußere einer Wildkatze mit dem Herzen einer Hauskatze - Rassebeschreibung

Die Bengalkatze soll das Äußere einer Wildkatze mit dem Inneren einer Hauskatze verbinden. Das gelingt vielen Exemplaren ausgesprochen gut. 

Das im besten Fall leopardenartige Fell ergibt ihnen das exotische Aussehen. 

Vom Charakter her sind sie zwar extrem aktiv und neugierig, dabei aber verschmust und menschenbezogen.

Wer eine Katze nur zum Kuscheln haben möchte, ist mit einer Leopardette schlecht beraten. Wer aber bereit ist, die Bedürfnisse der Bengal nach Beschäftigung und Gesellschaft, nach Abwechslung und Klettermöglichkeiten, nach Wasser, Knobeleien und Spielereien zu erfüllen, kann in ihr seine Traumkatze finden.

Kater werden um die 5 kg, Katzen 4 kg schwer. Die Höhe liegt unter 30 cm. Die Katze wirkt etwas länger als andere Hauskatzen.

Wie alt werden Bengalkatzen?

Da die Bengalkatze noch eine relativ junge Rasse ist, kann noch nicht beliebig genau zum Lebensalter Auskunft gegeben werden. Beobachtungen sprechen dafür, dass Bengalkatzen ähnlich alt werden wie Hauskatzen, das wäre eine Lebenserwartung von 12 bis 18 Jahren. Allerdings kann es durch Inzucht deutlich geringere Lebenserwartungen geben – ein Grund, sein Tier auf jeden Fall von einem seriösen Züchter zu holen.

bengalkatze neu
Bildquelle: pixabay

Sind Bengalkatzen verschmust? Bengal Katze Charakter

Den Charakter der Bengal pauschal zu beschreiben ist relativ schwer, weil die Zucht noch nicht sehr alt und gefestigt ist.

Je nach Züchter und dessen Zuchtzielen können die Katzen mehr oder weniger Wildheit in sich tragen. Es kann aber immer wieder in einem Exemplar der wilde Charakter zum Vorschein kommen.

Bengalkatzen vom Hauskatzentyp sind relativ verschmust, dabei ausgesprochen aktiv und an Interaktion mit ihren Menschen interessiert.

bengalkatze augen
Bildquelle: Pixabay

Für sie scheint die ganze Welt ein großer Spielplatz zu sein. Dabei sind sie intelligent und wollen immer wieder unterhalten werden. Diese Verspieltheit zeigt sich bis ins hohe Alter hinein.

Bengal Katzen sollen neugierig, aufmerksam und freundlich sein.

Als Erbe von ihren wilden Vorfahren bringt die Leopardette eine ausgesprochen hohe Sprungkraft und die Vorliebe für Wasser mit. Da die wilde Bengalkatze ins Wasser kotet, kann es auch bei zahmen Katzen Probleme mit dem Katzenklo geben.

bengalen baum
Bild: Jeannette1980

Der Leopardino – äußere Kennzeichen

Bengalen sind relativ groß und hochbeinig, dabei muskulös und schlank, mit eher kleinem Kopf. Am auffälligsten ist sicherlich ihr Fell. Es kann verschiedene Zeichnungen haben, bei manchen Katzen hat es einen einmaligen Gold- oder Perlmuttschimmer

Die Grundfarben sind dunkelgelb, sand, orange und golden. Es kann aber auch sein, dass eine Bengalkatze grau ist. In der kurzen Zuchtgeschichte sind diverse Farben genetisch angelegt worden. 

Zugelassene Zeichnungen sind marbled und spotted. Marbled entspricht dem geströmten Fell der Hauskatze. Dabei wird in der Zucht darauf geachtet, dass die 

Zeichnung möglichst wenig der einer Hauskatze ähnelt. Spotted ist die Zeichnung, die bevorzugt wird. Im Idealfall sind die Punkte der spotted-Zeichnung rosettenförmig und zweifarbig. 

Brust, Bauch, die Innenseiten der Beine und das Kinn sind heller als der Rest des Fells, die Farbe sollte zwischen weiß und creme liegen. 

Dabei ist der Bauch getupft.
Die Augen sind groß, leicht mandelförmig und schwarz umrandet.

leopardino leopardette
Bild: Uschi Dugulin

Die Kreuzung aus den USA – Geschichte der Bengalkatze

1940-1960
aus den USA
Die Katzenrasse stammt aus den USA. Sie ist noch nicht sehr alt. In den 60er Jahren kreuzte eine Genetikerin (Jean Sugden, später Jean Mill), eine asiatische Wildkatze (Prionailurus bengalensis) mit einem Hauskater, nachdem sie schon in den 1940ern eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema verfasst hatte.
1940-1960
Schwimmerin
Prionailurus bengalensis ist etwa so groß wie eine Hauskatze, ihr Fellmuster erinnert an das eines Leoparden. Sie lebt einzelgängerisch und gilt als unzähmbar. Dabei ist sie eine hervorragende Jägerin und auch eine exzellente Schwimmerin.
Wildkatzen mit Hauskatzen
Die F2-Generation entstand durch eine Verpaarung eines weiblichen Tiers der F1-Generation (das ist die erste Kreuzung zwischen Wildtier und Hauskatze) mit dem Vater. In den 70ern forschte der Genetiker Willard Centerwall an der Katzenkrankheit Feline Leukose und kreuzte dazu ebenfalls asiatische Wildkatzen mit Hauskatzen. Mehrere weibliche Hybriden dieses Projekts stellte er Jean Sugden zur Verfügung, die daraufhin ihre Zucht fortsetzte. Dabei kamen vermutlich verschiedene Haus Katzenrassen wie Ägyptische Mau, Abessinier, Orientalisch Kurzhaar und Amerikanisches Kurzhaar zum Einsatz.
Leopardenartige Muster
Durch weitere züchterische Maßnahmen, die jedoch nicht mehr genau zu rekonstruieren sind, entstand schließlich eine relativ einheitliche Katze, bei der jedoch verschiedene Fellfärbungen erlaubt sind, auch wenn das Ideal das leopardenartige Muster ist.
1986
von der TICA anerkannt
1986 wurde die neue Rasse von der TICA anerkannt. Inzwischen ist sie in Europa richtig in Mode gekommen und ist inzwischen auch von der Fédération Internationale Féline anerkannt. Auf Ausstellungen dürfen nur Tiere ab der F4-Generation gezeigt werden.
1986

Was muss man bei Bengalkatzen besonders beachten?

Bengal Katzen brauchen auf jeden Fall genügend Beschäftigung, und zwar sowohl körperlich als auch geistig. Manche von ihnen lernen gerne Tricks, andere apportieren Gegenstände.Hauptsache, die Bengal hat genügend zu tun. Ansonsten wird durchaus von Verhaltensauffälligkeiten berichtet. Diese Gelangweilte hauskatzen können auch schon einmal eine ganze Wohnung auseinandernehmen, auch über gewagteste Ausbruchsversuche wird berichtet.
Bengal Katze
Bild: maggiolino

Viel Platz und Aufmerksamkeit - Pflege und Haltung der Bengalkatze

An sich ist sie unkompliziert, die Bengal. Das Fell braucht wenig Pflege. Aber da sie in der Haltung durchaus anspruchsvoll ist, stellt sie für Kenner eine lohnende Herausforderung dar, sollte aber auch nur in die Hände von Menschen gelangen, die bereit sind, ihr das zu geben, was sie braucht.

Was braucht man für eine Bengalkatze?

Eine Bengal braucht zunächst einmal jede Menge Aufmerksamkeit. Nur ein bisschen Schmusen reicht ihr nicht. Sie will unterhalten und beschäftigt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel Klicker-Training. Auch Intelligenzspielzeug kommt dem Bengal Katzen Charakter entgegen.

Darüber hinaus hat die Bengal einen enormen Bewegungsdrang. Sie sollte also auf jeden Fall Gelegenheit zum Klettern haben. Ein Garten oder ein großes Freigehege mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten sind ideal, aber oft tut es auch eine große Terrasse oder ein Balkon, wenn sie gut gesichert und abwechslungsreich gestaltet sind.

Da die Bengal ausgesprochen wasserliebend ist, tut man ihr einen großen Gefallen, wenn man ihr Wasser zur Verfügung stellt. Ein Wasserbecken oder sogar ein Wasserspiel können sie lange fesseln.

bengal katze grass
Bild: Jeannette1980

Welche Pflegemaßnahmen braucht eine Bengalkatze?

Einmal in der Woche sollte das Fell gebürstet werden. Das genießen die meisten Exemplare dieser exotischen Rasse sehr. Ansonsten sind nur die katzenüblichen Maßnahmen wie Parasitenvorsorge und Gesundheitscheck angesagt.

Kann man eine Bengalkatze in der Wohnung halten?

Hier muss zunächst einmal unterschieden werden zwischen einem Tier, bei dem charakterlich die ‚wilde’ Komponente durchkommt oder einem Tier, das als Hauskatze geeignet ist; letzteres sollte bei einem Tier ab der Generation F5, das von einem guten Züchter stammt, der Fall sein.

Erstere Exemplare erleben bei der Nähe von Menschen Stress, fühlen sich durch die Wohnung eingeengt und werden alles versuchen, um aus der Gefangenschaft auszubrechen. Diese Tiere in der Wohnung zu halten ist nicht verantwortlich.

Bengal Katzen haben eine beeindruckende Sprungkraft, sie kommen wirklich auf jeden Schrank. Zudem gibt es immer mal wieder Probleme mit dem Benutzen der Katzentoilette, ansonsten kann man sie bei ausreichender Beschäftigung wie ganz normale zahme Katzen halten – und das heißt auch, dass sie als Wohnungskatze geeignet sind, wenn der Rahmen stimmt.

Auf jeden Fall sollte es genügend Klettergelegenheiten inklusive Kratzgelegenheiten geben. Mehrere Räume sind auf jeden Fall von Vorteil.

Wohler fühlen sich als Freigänger, hier bleiben viele Exemplare gerne auch mal mehrere Tage weg.

bengal katze blumen
Bild: Jeannette1980

Kann man eine Bengalkatze erziehen?

Eine Bengalkatze ab der Generation F5 lässt sich genauso gut erziehen wie jede andere Katze – also bedingt. Katzen bestechen durch ihre Eigenständigkeit. Die Bengalkatze ist einerseits intelligent und neugierig, schließt sich jedoch andererseits relativ eng an ihren Menschen an. 

Daher lässt sich die Exotin, gerade wenn man abwechslungsreich agiert und sie damit neugierig macht, relativ gut erziehen.

Darf ich Bengal-Katzen in Deutschland & Osterreich überhaupt halten?

Bengalkatzen der Generation F1 bis F4 fallen in Europa unter das Artenschutzgesetz, sie gelten als Wildtiere und dürfen daher von Privatpersonen nicht gehalten werden.

Schon daher ist es wichtig, sein Tier bei einem seriösen Züchter zu kaufen. Durch die Ahnentafel kann man dann nachweisen, dass die Katze kein Wildtier ist und als Hauskatze zählt. Ab der Generation F5 dürfen die Tiere gehalten werden – natürlich nur im Rahmen der Tierschutzbestimmungen.

bengal katze wildtiere
Bild: Amandad

Ernährung – am besten roh

Die Bengal stammt direkt von einer Wildkatze ab. Das sollte man auch bei der Futter im Auge behalten.

Was ist die richtige Ernährung für eine Bengalkatze?

Bengal Katzen sind nicht besonders anspruchsvoll, was diese Thema angeht. Nicht anspruchsvoller jedenfalls als andere Katzen. Mit einem guten Fertigfutter sind sie bestens versorgt. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um ein gutes, proteinreiches Fertigfutter handelt. Es ist auch Spezialfutter für Bengalkatzen im Handel erhältlich.

Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Bengalen empfindlich auf das industrielle Futter reagieren. Dann ist es einen Versuch wert, auf Rohfutter umzusteigen. Gerade Katzen mit einem hohen Wildanteil kommen damit oft besser zurecht.

Eine ideale Ernährung für Bengalkatzen ist rohes Fleisch (vorausgesetzt, das Fleisch ist frisch, nicht verarbeitet). Sie können Ihrer Bengalkatze also rohes Fleisch (Huhn, Rind und Fisch) geben oder hochwertiges Katzenfutter in der Tierhandlung oder im Supermarkt kaufen.

Da Leopardettes sehr aktiv sind, brauchen sie etwas mehr Futter als andere, gemütlichere Artgenossen. Zwischen 3 und 5 Prozent des Körpergewichts sollten es an Fleisch sein. Dabei sollte die Ration aus 75 Prozent Muskelfleisch, 10 Prozent Innereien und 15 Prozent essbaren Knochen bestehen. Da sind auch gute Barf-Fertigprodukte im Handel zu kaufen.

Auf jeden Fall sollte der Katze immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.

bengal kitten

Was ist die richtige Ernährung für Bengal-Kitten?

Wer sich eine junge Bengal beim Züchter holt, soll sich beim Züchter über ihre Ernährung beraten lassen. 

Dann kommt zur Veränderung des Umfelds nicht direkt noch eine Ernährungsumstellung dazu.

Gesundheit: Welche Erkrankungen kommen bei Bengalkatzen gehäuft vor?

Die Katzenrasse ist relativ jung, daher gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse über genetische Veranlagungen für Erkrankungen.

Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM, eine Verdickung des Herzmuskels) bei Bengalkatzen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftritt.

Zucht und Probleme

Die Bengalkatze ist ursprünglich eine Hybride aus der asiatischen Leopardenkatze und Hauskatzen. Bei solchen Zuchten kann es durchaus zu Problemen kommen.

Tierschutzprobleme bei der Zucht

Das Kreuzen von Wildtieren und Haustieren gilt wegen der biologischen Unterschiede als unter dem Tierschutzaspekt problematisch und ist nicht ohne Weiteres erlaubt. Das gilt genauso für die asiatische Leopardenkatze.

Die Nachkommen selbst in der dritten Generation der asiatischen Leopardenkatze mit Hauskatzen sind ausgesprochen wild und nicht im Haus zu halten, selbst wenn sie von Kitten an im Haus und mit Menschen leben oder kastriert werden.

Zudem sind Kater dieser ersten Generationen oft nicht fruchtbar. Daher wurden immer wieder Hauskatzen eingekreuzt. Um eine einheitliche Rasse zu erhalten, wird dabei relativ viel Inzucht betrieben, was einerseits zu einem relativ kleinen Genpool führt, andererseits zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Hier ist das Verantwortungsbewusstsein und auch Fingerspitzengefühl des einzelnen Züchters gefragt. Er wählt geeignete Elterntiere aus, die vom Charakter her zahm sind, andererseits möglichst wenige identische Gene haben. Er kümmert sich um die Sozialisierung der Welpen, hat aber auch ein Auge darauf, dass er die jungen Katzen nur an Personen abgibt, die ihre Ansprüche erfüllen können.

Wie viel kostet eine Bengalkatze?

Dass es eine Bengal Katze zu verschenken gibt – ein solches Glück ist selten. Bengal Katzen sind im Moment sehr gefragt und ihre Zucht ist nicht ganz unkompliziert. Daher bewegen sich der Bengal Katzen Preis im oberen Segment für Katzen. Dabei variieren die Preise jedoch stark.

Besonders stark geht in den Preis der originale Wildtierlook ein. Ein Kitten mit perfekter Zeichnung kann auch schon einmal 3000 Euro kosten. Günstiger sind oft Tiere mit kleinen Schönheitsfehlern abzugeben. Viele Züchter geben auch ehemalige, nun kastrierte Zuchttiere recht preiswert ab, wenn sie sicher sind, dass die Tiere in gute Hände kommen. 

Mit rund 1000 Euro sollte man allerdings auf jeden Fall kalkulieren.

bengalkatze preis
Bild: Jessie Feross

Bengalkatzen – hätten Sie es gewusst?

Bengalkatzen sind ausgesprochen gesprächig. Ihre Laute werden zum Teil als Girren oder Zwitschern bezeichnet. Und sie können auch schon mal ganz schön laut werden.

Übrigens ist die Leopardkatze relativ gut für Allergiker geeignet. Natürlich können Allergien vorkommen – aber die Fälle, in denen Bengal Katzen Allergien auslösen, sind eher selten.

Kann man Bengalkatzen alleine halten?

Die gesellige Bengal alleine zu halten, kann ganz schön problematisch werden.

Wie viel Alleinsein vertragen Bengalkatzen?

Bengal Katzen sind nicht gerne allein, das ist ihnen zu langweilig. Zudem widerspricht es ihrer kommunikativen Art. Sie brauchen entweder ihren Besitzer um sich oder einen Spielgefährten – oder eben Freigang. 

Natürlich muss es auch eine Bengalkatze vertragen, wenn ihre Menschen mal für eine Stunde außer Haus sind. Aber wer außerhalb arbeitet, sollte die Bengalkatze nicht als Wohnungskatze einplanen. Viele Züchter geben ihre Bengal überhaupt nur zu Menschen ab, die eine weitere Katze haben.

begal katze alleinhalten
Bild: cathyrowson

Mit welchen Mitbewohnern vertragen sich Bengalkatzen?

Bengalkatzen sind dominant und aktiv. Daher sollten sie nicht mit ausgesprochen ruhigen anderen Katzen zusammen gehalten werden. Die zweite Katze sollte ein ähnliches Temperament haben, damit sie mit der aktiven Bengal zurechtkommt.

Da Bengal Katzen sehr verspielt sind, kommen sie mit größeren Kindern ausgezeichnet zurecht. Ein Hund kann schon einmal problematisch sein.

Bengal Katze Züchter

Wer eine Rassekatze wie die Bengal Katze kaufen will, sollte das Tier auf jeden Fall bei einem seriösen Züchter holen. Zu groß ist sonst die Gefahr, einem Tiervermehrer aufzusitzen.

Woran erkennt man einen seriösen Bengal Katzen Züchter?

Ein seriöser Züchter ist sicher gerne bereit, die Elterntiere und seine Zucht vorzuzeigen. Er gibt Einblick in die Ahnentafel seiner Tiere. Er sorgt für eine gute Sozialisierung der Kitten, die er verkauft. Die Tiere sind tierärztlich untersucht und entwurmt.

Die Elterntiere sind auf gängige Erbkrankheiten untersucht.
Im Gegenzug kann es gut sein, dass ein Züchter gewisse Bedingungen an die Personen stellt, die seine jungen Katzen bekommen. Das kann bei einer Liebhaberkatze zum Beispiel die Kastration sein oder zum Beispiel auch Freigang oder ein Freigehege für die Katze. Er berät jedenfalls bei der Bengal Katzen Eingewöhnung, damit es seinen Tieren gut geht.

Worauf sollte ich beim Züchter achten?

Wichtig für ein problemloses Zusammenleben ist nicht nur, dass der Mensch bereit ist, sich auf die kontaktfreudige Bengal einzustellen. Wichtig ist auch, dass die Bengalkatze sozialisiert ist.

Daher sollte man sich beim Züchter einerseits die Eltern gut ansehen. Sind die Eltern vom Verhalten her Hauskatzen? Benimmt das Kitten, das man vorhat zu kaufen, sich menschenbezogen und verschmust?

Die andere Frage ist die der Inzucht. Inzucht erhöht das Risiko von Erbkrankheiten dramatisch und kann die Lebensdauer deutlich verkürzen. Hier lohnt sich ein Blick in den Stammbaum. Je weniger gemeinsame Ahnen die Elterntiere haben, desto besser.

HaustierWelt Team